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London schön oder gruselig? – Die Geschichte des Towers

Der Tower of London wurde im Mittelalter errichtet und besteht aus mehreren befestigten Gebäuden. An der Themse gelegen, dient er als Festung, Waffenkammer, königlicher Palast und vor allem auch als Gefängnis. Besondere Gefangene der Oberklasse saßen hier ihre Strafen ab oder wurden auf grausame Art und Weite gequält und schließlich hingerichtet.

Allerdings diente er nicht nur als Aufbewahrungsort, sondern beinhaltete auch ein Observatorium und es wohnten alle englischen Könige und Königinnen zeitweise dort. So war es üblich, dass ein Monarch einen Tag vor seiner Krönung eine Nacht im Tower verbrachte.

Heute beherbergt der Tower die britischen Kronjuwelen und eine umfangreiche Waffensammlung und ist für Jedermann zugänglich. Wilhelm der Eroberer ordnete im Jahre 1078 den Bau des White Tower an, der die Menschen in der City of London aber auch London selbst schützten sollte. Im Laufe der Zeit wurde der Tower erweitert, sodass er heute von einem breiten Wassergraben umgeben wird und ein Außenwall die inneren Gebäude schützt.

The Tower of London
The Tower of London

Seit 1988 gehört der Tower zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es gab viele berühmte Insassen, als der Tower noch als Gefängnis diente und so gibt es auch viele mysteriöse Geschichten rund um das Treiben und Verbleiben der Insassen.

So wurden die Prinzen Eduard V. und Richard of Shresbury in den Tower gesperrt und es weiß bis heute niemand, was mit ihnen dort wirklich geschah. Vermutlich wurden die gefoltert und dann ermordet. Des Weiteren wurden vielen Menschen, wie die Neuntagekönigin Lady Jane Gray dort hingerichtet. Selbst während des Zweiten Weltkriegs wurde der Tower noch als Gefängnis benutzt, wobei Rudolf Heß der letzte Insasse Hitlers war.

1941 wurde der letzte Mensch im Tower hingerichtet, es war der deutsche Josef Jakobs.

Sehr bekannt ist der Tower auch durch zahlreiche Kriminalromane des englischen Schriftstellers Edgar Wallace. Mit Abstand sind die Kronjuwelen der größte Magnet für Touristen im Tower. Hier herrschen die größten Sicherheitsbestimmungen, denn Fotos machen ist unter Strafe verboten und wenn zu viele Besucher da sind, gleitet man auf einem Laufband an den Juwelen vorbei.

Täglich gibt es im Tower ein Veranstaltungsprogramm, mit dem die Geschichte des Towers hautnah und kostenlos präsentiert wird. Mit kurzen Vorträgen und Führungen, historischen Darstellungen, Ferienveranstaltungen sowie Entdeckungsrundgänge für Familien wird dafür gesorgt, dass eine Tower-Besichtigung unvergesslich wird.

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