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Mit Souvenirs in den Knast - darauf müssen Sie beim Zoll achten

„Wenn einer eine Reise tut…“ – dann könnte auf dem Rückweg nach Hause so manches außer Kontrolle geraten. Aber was sollte denn schon passieren – wird sich so mancher Urlauber denken. Gut, die Stimmung ist während der Urlaubstage im Allgemeinen ohnehin recht gelöst und relaxed, selbst der Geldbeutel sitzt lockerer, als dieses in der fernen Heimat der Fall sein würde…. Vielleicht ja manchmal sogar zu locker, denn wie sonst lassen sich diverse – nennen wir es einmal – „Fehlkäufe“ erklären, wie z. B. exotische Pflanzen und sonderbare Souvenirs, die möglicherweise daheim nicht einmal einen ordentlichen Platz in der Vitrine finden würden?

Wobei es hinsichtlich des „Importes“ von Reiseandenken aus fernen Ländern offizielle Vorschriften gibt, die es unbedingt zu beachten gilt, da anderenfalls gar empfindliche Strafen drohen. Im extremsten Falle kann gar eine langjährige Gefängnisstrafe bevorstehen.

Wer erinnert sich da beispielsweise nicht an den Fall des Familienvaters, welcher aus der Türkei einen antiken Stein als Andenken an einen wunderschönen Urlaub mit nach Hause bringen wollte – aber statt dessen hinter „Schwedischen Gardinen“ landete? Diese und andere Ereignisse werden in den Medien immer wieder nach allen Regeln der Kunst analysiert und diskutiert.

Muscheln als Souvenir
Muscheln als Souvenir können in manchen Ländern illegal sein.

Apropos „andere Ereignisse“: allein in der Türkei kommen solche „Delikte“, die ahnungslose Urlauber mehrere Jahre ins Gefängnis bringen können, durchschnittlich bis zu zehn Mal pro Jahr vor! Diese hohe Quote sollte Reisenden in der Tat zu denken geben und vor allem zu überlegten Käufen in fremden Ländern anregen. Denn z. B. in vielen orientalischen Gebieten unterliegen antike Gegenstände der „gesetzlichen Obhut“.

Sogar dann, wenn die „Ware“ ordnungsgemäß erworben wurde, wird das Mitführen solcher Objekte in der Regel als rechtswidriges Verhalten gewertet: Ein Kauf berechtigt den Käufer demnach nicht immer auch zur Ausfuhr des erworbenen Gegenstandes….

Das ganze sieht jedoch bei Einkäufen in EU-Staaten ganz anders aus: hier unterliegen im Allgemeinen Mitbringsel – solange sich die Menge, bzw. der Wert der Objekte – in einem „normalverträglichen“ Rahmen bewegen, recht „kulanten“ Regelungen.

Insbesondere sollte allerdings beim Erwerb von Lebensmitteln, Alkohol sowie den sonst „typischen“ Waren, die üblicherweise verzollungspflichtig sind, auf eventuelle Einschränkungen geachtet werden. Denn bei Alkohol, Zigaretten & Co. sind selbstverständlich eindeutige Gesetzesmäßigkeiten zu beachten.

Wie soll jedoch innerhalb der EU eine ordnungsgemäße Einfuhr erfolgen, wenn gerade keine kontrollierende Behörde in der Nähe ist? Denn Reisemitbringsel werden ja nicht ausschließlich mit dem Flugzeug „importiert“ und dann ausschließlich an den Zollstellen der Flughäfen abgefertigt.

Nun, lediglich die wenigsten wissen, dass so genannte mobile Kontrolleure regelmäßig unterwegs sind und die (größtenteils ausländischen) Fahrzeuge ohne weiteres dahingehend überprüfen können, ob sich zollpflichtige Gegenstände im Wagen befinden. Hauptsächlich sind diese „Truppen“ allerdings auf die Fahndung nach möglichen Drogen spezialisiert.

Wer sich in Anbetracht der möglichen Zollkontrollen also nicht ganz sicher ist, welche Souvenirs erlaubt sind und welche besser nicht mit nach Hause gebracht werden, der sollte sich nach Möglichkeit bereits v o r dem Antritt seines wohlverdienten Urlaubes ausreichend informieren!

Die zuständigen Zollbehörden helfen in diesem Zusammenhang stets gern weiter. Denn keine Reise der Welt ist es wert, aufgrund von Unwissenheit, bzw. Unkenntnis einen hohen Preis für ein paar Tage Erholung zahlen zu müssen…

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