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Vom Tellerwäscher zum Millionär – ist das tatsächlich möglich?

Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, darum ist es auch möglich, in den USA eine sagenhafte berufliche Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär zu absolvieren! Ist das wirklich wahr? Darauf sollte man sich nicht verlassen, denn das sind wirklich Ausnahmen. Obwohl es diese natürlich auch gibt.

Wer Karriere machen will, fährt in den USA wie in allen anderen Ländern am besten mit einer guten soliden Ausbildung, die Aufstiegschancen bietet. Auf gut Glück in die USA zu reisen bzw. auszuwandern, ohne einen richtigen Beruf erlernt zu haben und nur mit der Hoffnung, irgendwo im Restaurant als Tellerwäscher anzufangen und dadurch später eine ganze Hotelkette á la Hilton zu besitzen, entspringt der puren Illusion und ist praktisch nicht durchführbar.

Im Gegenteil: Laut einer Studie bietet die USA viel weniger Aufstiegschancen als die europäischen Industrieländer. Somit dürfte der Sprung vom Tellerwäscher zum Millionär fast nicht möglich sein.

Hotels in Las Vegas
Hotels in Las Vegas

Wie eingangs erwähnt, ist es aber trotzdem einigen Menschen gelungen. Das berühmteste Beispiel stellt hier sicher Norma Jeane Mortensen dar, besser bekannt unter dem Namen Marilyn Monroe. Diese wuchs in Kinderheimen und Pflegefamilien auf, trat mit 16 Jahren ungewollt in den Stand der Ehe ein und arbeitete in einer Fabrik. 1944 wurde sie dann an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik von einem Fotografen entdeckt und ihre beispiellose Karriere nahm ihren Anfang. Einige andere berühmte Persönlichkeiten wurden ebenfalls aus dem Nichts berühmt, der Regelfall ist dieser allerdings nicht.

In den USA ist die Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“ übrigens nicht wörtlich bekannt. Dort ist der Spruch “rags to riches”, was zu übersetzen ist mit „von Lumpen zu Reichtümern”, weit verbreitet.

In Industrieländern dient dieser Ausspruch dazu, den unteren Bevölkerungsschichten nicht die Hoffnung zu nehmen, dass es jedem ermöglicht wird, seine Armut hinter sich zu lassen und in den Kreis der Reichen aufgenommen zu werden.

Um zu verdeutlichen, dass die Chancen in den USA, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, mehr als gering sind, wurde dort eine Studie von der Washington University durchgeführt. Danach müssen sich 90 Prozent der weißen Arbeitnehmer damit abfinden, dass ihr Arbeitsentgelt nur langsam ansteigt.

Ebenso gibt es genau wie in Deutschland keine Arbeitsplatzgarantie mehr. Selbst ein guter Schulabschluss bringt nicht automatisch den Arbeitsplatz mit den erhofften Aufstiegschancen. Der traditionelle Karriereweg in den USA, der bedeutet, häufig seine Stelle zu wechseln und dadurch immer mehr Gehalt zu erhalten, ist in der Gegenwart nur noch selten vorhanden.

Die Arbeitnehmer in den USA konnten zwar ihren Lebensstandard halten, der Weg noch weiter nach oben, sprich Millionär zu werden, steht aber nur sehr wenigen Menschen zur Verfügung. Laut vorgenannter Studie ist es nahezu unwahrscheinlich, dass ein normaler Arbeitnehmer diesen Weg beschreiten kann.

Ergo kann man davon ausgehen, dass die Geschichte „vom Tellerwäscher zum Millionär“ eher einem Märchen entspricht als der heutigen Realität. Da aber Ausnahmen die Regel bestätigen, ist das Wahrwerden dieses Märchens nicht ganz unmöglich, nur darauf warten sollte man lieber nicht.

Die Frage, ob eine solche Karriere tatsächlich möglich ist, lässt sich also nicht pauschal beantworten und kommt auf den Einzelfall an. Auszuschließen ist es nicht, es ist aber auch nicht die Normalität.

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