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Der neue Reisepass - Das hat sich geändert

Der neue Reisepass, der so genannte ePass, weist im Gegensatz zum ursprünglichen Dokument so manch` gravierenden Unterschied auf. Die geplante Einführung dieses neuartigen Reisedokumentes rief seinerzeit ein enormes Maß an Empörung bei vielen Datenschützern hervor, die sich nicht damit einverstanden erklären wollten, dass die Speicherung und Verwendung vertraulicher Daten durchgeführt werden sollte.

Jedoch waren diese Protestrufe ganz offensichtlich nicht von großem Erfolg gekrönt. Neben einer neuen, wesentlich ausgefeilteren Sicherheitstechnik wurde darüber hinaus auch eine innovative Erkennungstechnologie „installiert“. Hierbei handelt es sich um die so genannte Biometrie. Mit diesem Oberbegriff wird das Erkennen von Menschen anhand ihrer individuellen körperlichen Merkmale bezeichnet, welche mittels mathematischer Verfahrensweisen genauestens analysiert und ausgewertet werden – und das in Sekundenschnelle.

Der neue ePass ist für einen Zeitraum von zehn Jahren gültig und ist bei den örtlichen Städten und Gemeinden für einen Preis von 59€ zu haben. Bedingt durch einen integrierten RFID-Chip, auf welchem das Photo des jeweiligen Inhabers abgespeichert ist und aufgrund der neuartigen biometrischen Technik, sind die Kosten für das Reisedokument im Gegensatz zum Preis des früheren Reisepasses auf nahezu mehr als das Doppelte angestiegen.

Der neue Reisepass
Der neue Reisepass

Neu ist seit dem Jahre 2007 auch, dass neben den erwähnten Daten auch die Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger im „Sicherheits-System“ des ePasses enthalten sind. Aber das ist noch nicht alles, denn zusätzlich wird auch ein Scan vom Auge, sprich: der Iris des ePass-Inhabers integriert sein. Auf diese Weise soll ein zusätzlicher Schutz vor ungebetenen und möglicherweise gefährlichen Eindringlingen an Flughäfen usw. gewährleistet sein.

Da sich die Größe der Iris mit dem Alter bekanntlich noch verändern wird, ist es erforderlich, das der jugendliche Bürger spätestens ab dem 26. Lebensjahr einen neuen ePass bekommen muss, da dann die vorhandenen Daten erneut angeglichen werden und somit dem Sicherheitsstandard wieder genüge getan werden kann.

Üblicherweise beträgt die Gültigkeitsdauer des ePasses für Jugendliche nicht zehn Jahre, wie dies beim Reisepass für Erwachsene der Fall ist, sondern lediglich sechzig Monate. Die Kosten für diesen ePass betragen für Jugendliche unter 26 Jahren allerdings „nur“ 37,50€. Ein Nachteil dieser Methode ist eindeutig, dass der „Antragsteller“ erneut zur Kasse gebeten wird, sobald die Anschaffung des zweiten ePasses, also dem „Erwachsenen-Modell“ erforderlich ist.

Natürlich kann es sein, dass jemand eine längere Reise unternehmen muss, allerdings nicht im Besitz eines gültigen Reisedokumentes ist – aus welchen Gründen auch immer. Da die Erstellung eines ePasses einige Wochen dauern kann, ist es natürlich möglich, während der Übergangszeit einen so genannten „vorläufigen“ Reisepass zu erhalten. Die Kosten hierfür liegen bei 26 € und die Gültigkeitsdauer beträgt zwölf Monate.

Was zum Teil im „alten“ Reisepass noch möglich war, gehört heute der Vergangenheit an. Die Rede ist von der Eintragung der Kinder in den Reisepässen ihrer Erziehungsberechtigten. Hierbei verhält es sich so, dass ein ePass für unter Zwölfjährige ausgestellt werden kann. Im Unterschied zu den Ausführungen für Kinder unter sechs Jahren werden hierfür ebenfalls die Abdrücke der Zeigefinger benötigt.

Und aufgrund all’ dieser Neuerungen gilt das überarbeitete Dokument als bislang unübertrefflich hinsichtlich der Fälschungssicherheit. Was allerdings auch vom vorangegangenen Reiseausweis behauptet wurde – dennoch gelang es „Experten“ immer wieder aufs Neue, die im Reisepass eingebauten „Sicherungsschranken“ zu umgehen.

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